Statements anlässlich des 6. Genozid-Jahrestages

Seit der Gründung von HAWAR.help fordern wir Gerechtigkeit für die Opfer des Genozids. Diejenigen, die den Genozid überlebt haben, sollten nicht länger an den Folgen dieses schrecklichen Verbrechens gegen die Menschheit zu leiden haben. Sie müssen wieder Hoffnung schöpfen können für ein selbstbestimmtes Leben – das sollte ihnen nicht verwehrt bleiben!

Anlässlich des 6. Genozid-Jahrestages haben wir einige Stimmen von Personen zusammen getragen, die an unserer Seite auf dieses Ziel hinarbeiten.

Ronya Othmann, Journalistin und Schriftstellerin

Annalena Baerbock, Bundesvorsitzende B90/
Die Grünen

„Der Genozid an den Jesiden durch den IS wirkt weiter fort: Frauen, sind nach wie vor in Gefangenschaft oder können nach ihrer Befreiung mit ihren aus den Vergewaltigungen entstanden Kindern nicht zurück. Kinderseelen sind traumatisiert. Hunderttausende leben als Binnenvertriebene. Strafprozesse gegenüber den Tätern fehlen. Wir als internationale Gemeinschaft, die diese barbarischen Verbrechen nicht verhindert haben, stehen in der Pflicht, dass diese Traumata nicht über Generationen vererbt werden. Es muss endlich zu einer rechtlichen  und psychologischen Aufarbeitung des Grauens kommen. Gerade die Tausenden von Kindern und Jugendlichen dürfen wir mit ihren Erfahrungen von Demütigung, Missbrauch und Gehirnwäsche nicht weiter allein lassen.“

MdB Dr. Gerd Müller,
Bundesminister für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit