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Treffen mit Bundesminister Müller

Gestern hatte Háwar.help-Gründerin und Vorsitzende Düzen Tekkal die Gelegenheit, Entwicklungsminister Dr. Gerd Müller aus dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung zu treffen und lange und ausführlich über die aktuelle Lage der Jesiden zu sprechen.

Ein für uns wichtiges Thema war das besondere Bleiberecht für die nach Deutschland geflüchteten jesidischen Frauen aus dem Sonderkontingent und der Entwicklungsminister Gerd Müller hat sich hier klar auf die Seite der Frauen aus IS-Gefangenschaft gestellt. Gerade diese Frauen brauchen uneingeschränkten Schutz und Hilfe! Um das zu erreichen braucht es perspektivisch ein humanitär sensibles BAMF und auf politischer Ebene die richtigen Entscheidungen.

Außerdem hatten wir die Möglichkeit, über unser gemeinsames BMZ und Háwar.help-Projekt “Back to Life”- im Irak zu sprechen. Sowohl die Alphabetisierungs- als auch die Nähkurse in unserem Frauenzentrum werden so gut besucht, dass wir auch hier noch mehr Potenzial gemeinsam ausschöpfen wollen.

Der dritte wichtige Punkt war die gerichtliche Aufarbeitung und Strafverfolgung der IS-Verbrechen im Irak. Anfang November wurde versucht, die Verzweiflung jesidischer Familien auszunutzen, indem man teilweise die Massengräber von Jesiden im ‘Hau-Ruck-Verfahren’ hat ausheben lassen. Diese Eilaktion nützen der jesidischen Sache wenig. Vielmehr ist es notwendig, dass dieses Genozidverfahren international geführt wird.

Wir waren uns darüber einig, dass die sexuelle Versklavung jesidischer Frauen im Genozidverfahren mit eingeschlossen werden muss. Über all diesen Vorhaben steht die Stärkung der Rolle der Frauen im Irak und in Deutschland.

Düzen Tekkal zu dem gemeinsamen Treffen: „Im Namen unseres Menschenrechtsvereins HAWAR.help danke ich diesem besonderen Entwicklungsminister dafür, dass er Worten auch Taten folgen lässt und uns die Möglichkeit gegeben hat uns als Menschenrechtsverein, der sich um die Stärkung von Frauen und Mädchenrechten kümmert und es mit diesen Themen nicht immer einfach hat, aktiv zu werden – und uns darüber hinaus die Rückendeckung gibt die wir leider immer noch brauchen!“

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